Aktuelles

BALANCE Erneuerbare Energien GmbH gewinnt den eku – ZUKUNFTSPREIS 2021 in zwei Kategorien

Das SNÄGG-Gründerteam um Jenny Schrepffer und Huong Do Thi (v.l.n.r.). © Eric Kemnitz.
29. November 2021

Auszeichnung für Upcycling von Gärprodukten durch Sächsisches Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft.

Leipzig, 29. November 2021. Die BALANCE Erneuerbare Energien GmbH (BALANCE) hat mit ihrem Projektansatz „Upcycling von Gärprodukten als Faserersatz“ sowie mit dem nachhaltigen organischen Biodünger SNÄGG den eku – ZUKUNFTSPREIS des Sächsischen Staatsministeriums für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft (SMEKUL) gewonnen. Das Fachgremium zeichnete die Projekte jeweils in den Kategorien „eku Idee“ und „eku Erfolg“ aus. Als Anerkennung erhält BALANCE ein Preisgeld in Höhe von jeweils 10.000 Euro.

„Wir sind sehr glücklich und dankbar über die Auszeichnungen. SNÄGG wurde erst in diesem Jahr als Marke innerhalb der BALANCE gelauncht. Mit unserem organischen Volldünger wollen wir zukünftig einen wichtigen Beitrag für Nachhaltigkeit und Biodiversität leisten und zugleich auf die Kreislaufwirtschaft einzahlen. Aufgrund ihrer Struktur und ihres Nährstoffgehaltes sind Gärprodukte ein wertvoller und natürlicher Rohstoff. Umso erfreulicher ist es, dass SNÄGG und somit auch die Vielfältigkeit des umweltfreundlichen Energieträgers Biogas nun mit dem eku – ZUKUNFTSPREIS 2021 gewürdigt wurde“, sagt Thomas Fritsch, Geschäftsführer der BALANCE.

Biogas verbindet Grüne Energie mit dem Upcycling von Gärprodukten

Im Frühjahr 2020 hatte BALANCE ein Pilotprojekt initiiert, bei dem feste Gärprodukte in einer Biogasanlage im sächsischen Oschatz aufbereitet werden. Die Anlage im Landkreis Nordsachsen ist eine von 38 Biogasanlagen aus dem Anlagenportfolio der BALANCE. Zu den eingesetzten organischen Substanzen zählen ausschließlich regional angebaute Pflanzen wie Mais, Ganzpflanzensilage, Gras, Luzerne und Silphie, die wiederum als Upcycling-Produkt in neue Wirtschaftskreisläufe gebracht werden. Potentiale zum Einsatz von Gärprodukten als Faserersatzstoffe finden sich beispielsweise in der Papier- und Verpackungsindustrie, Holzwerk- und Baustoffindustrie oder als Torfersatz in Blumenerde.

Ein konkreter Ansatz fand bereits seine Umsetzung: Seit April 2021 ist ein biologischer und veganer Pflanzendünger unter der Marke SNÄGG für Endverbraucher im Handel zugänglich. Mit der Aufbereitung der organischen Substanzen schafft SNÄGG eine nachhaltige Alternative für konventionelle Düngemittel und Faserersatzstoffe. Aufgrund seiner Zusammensetzung gilt er als organischer Volldünger, der neben den wichtigen Nährstoffkomponenten einen sehr hohen Anteil an organischer Substanz aufweist. Diese fördert maßgeblich die Humusbildung und Biodiversität im Boden.

„Unser Ziel ist es, allen Menschen, die Pflanzen lieben, den Zugang zu einem rundum nachhaltigen Düngeprodukt zu ermöglichen, welches zugleich einen sozialen Background hat. SNÄGG wird regional produziert und von einer Werkstatt für Menschen mit Beeinträchtigung des Lebenshilfe Oschatz e. V. in ressourcenschonendem Alt- und Graspapier verpackt“, erläutern Jenny Schrepffer und Huong Do Thi aus dem SNÄGG-Gründerteam der BALANCE.

Das Fachgremium des SMEKUL würdigte insbesondere den Upcycling-Charakter als ein Instrument der Kreislaufwirtschaft, da mit dem Fasereinsatz sowie dem SNÄGG Biodünger neue und zugleich nachhaltige Wirtschaftskreisläufe entstehen. Darüber hinaus sensibilisiere das Unternehmen mit der Marke SNÄGG für das biologische Düngen und generell für den achtsamen Umgang mit der Umwelt, so das Fachgremium weiter.

Über den eku – ZUKUNFTSPREIS:

Aufgrund der derzeit bestehenden pandemiebedingten Einschränkungen findet die öffentliche Preisverleihung in Leipzig am 9. Mai 2022 statt. Mit dem eku – ZUKUNFTSPREIS 2021 möchte das SMEKUL das vielfältige Engagement der Menschen in Sachsen unterstützen, sichtbar machen sowie die Kommunikation mit und zwischen unterschiedlichen Akteuren auf allen Ebenen unterstützen. Insgesamt gingen 256 Bewerbungen ein, die ein Fachgremium in einem mehrstufigen Verfahren prüfte und bewerte. Das Gremium wertete die Bewerbungen hinsichtlich folgender Kriterien: Umwelt- und Klimaschutzwirkungen, Innovationscharakter, Modellcharakter und Vorbildwirkung, Regionalität und Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten, soziale und ökonomische Wirkungen, Kooperation und Projektplanung. Weitere Informationen unter: www.eku.sachsen.de.