Nachhaltigkeit

Energie in Balance.
Für Mensch und Zukunft

Nachhaltigkeit ist ein zentraler Bestandteil unserer Unternehmensidentität. Mit transparenter Berichterstattung und Zertifizierungen nach anerkannten Standards machen wir Herkunft, Treibhausgasbilanz und Nachhaltigkeitsanforderungen unserer Produkte nachvollziehbar. Als Unternehmen entwickeln wir uns kontinuierlich weiter: technisch, ökologisch und sozial. Unser Ziel: Nachhaltige Entwicklung nicht nur fordern, sondern im täglichen Handeln konsequent umsetzen.

Klimawirkung unserer Produkte

Wir gestalten die Energiewende aktiv: Durch die Bereitstellung von Biomethan sowie Strom und Wärme vermeiden wir jährlich rund 418.000 Tonnen CO₂-Äquivalente gegenüber fossilen Energieträgern. Das entspricht rechnerisch den Emissionen von rund 1,7 Millionen Flugpassagieren auf der Strecke Leipzig–Mallorca. Darüber hinaus investieren wir in die Flexibilisierung unserer Anlagen, in die Biomethanaufbereitung und in den Ausbau erneuerbarer Wärmenetze. Damit tragen wir zu einem stabilen Energienetz und zur Verringerung von Treibhausgasemissionen bei.

Mit 241 MWFWL

erzeugen wir erneuerbares
Biomethan, Strom und Wärme

1.743.000 Flugpassagiere 

Geprüfte Nachhaltigkeit:
Unsere Zertifizierungen

Unsere Anlagen sind nach den führenden Nachhaltigkeitsstandards SURE und REDcert zertifiziert. Damit erfüllen wir die Anforderungen der EU-Richtlinien RED II und RED III. Die Zertifizierungen machen die Herkunft der eingesetzten Biomasse, die Treibhausgasbilanz und die Einhaltung festgelegter Nachhaltigkeitsanforderungen nachvollziehbar.

SURE

Sure-Zertifikate belegen die Nachhaltigkeit unserer Produkte für den Strom- und Wärmemarkt.

REDcert

REDcert-Zertifikate belegen die Nachhaltigkeit unserer Biomethan-Produkte für den Verkehrsmarkt.

Umweltgutachten

Umweltgutachten weisen die ökologischen Standards unserer Anlagen und Prozesse nach.

Wir handeln energiebewusst: Das Energiemanagementsystem ISO 50001 unterstützt uns, den eigenen Energieverbrauch zu senken und die Energieeffizienz kontinuierlich zu verbessern.

Bei BALANCE
schließt sich der Kreis


Landwirtschaftsbetriebe liefern Gülle, nachwachsende Rohstoffe und Pflanzenreste, die in unseren Anlagen zu Biogas verarbeitet werden. Dieses Gas wird in Strom und Wärme umgewandelt oder in der Industrie genutzt. Was bei der Gasproduktion übrig bleibt, sind nährstoffreiche Gärprodukte, die für Böden wertvolle Inhaltsstoffe wie Stickstoff, Phosphor und Kalium enthalten. Diese gehen zurück auf die Felder und fördern neues Pflanzenwachstum. So entsteht ein regionaler Stoff- und Wirtschaftskreislauf, bei dem Nährstoffe aus den eingesetzten Rohstoffen wieder in die landwirtschaftliche Nutzung zurückgeführt werden.

Nachhaltigkeitsberichte nach EU-Standards

Wir orientieren uns an europäischen Standards der Nachhaltigkeitsberichterstattung wie der EU-Taxonomie und der CSRD. Damit tragen wir zu den Nachhaltigkeitsreports unserer Muttergesellschaften bei und schaffen Transparenz für Investoren, Kunden und die Öffentlichkeit.

ESG bei BALANCE

Umwelt

Verbesserung der unternehmensweiten Energieeffizienz nach ISO 50001

Nachhaltige Biomasse zertifiziert nach SURE, REDcert

Einsparung von jährlich rund
418.000 t CO₂-Äq.

Soziales

HSE - Hohe Zufriedenheit mit Arbeitssicherheit

Vernetzung und Partnerschaften in den Regionen

Kita-Zuschuss & bezahte Kindkrank-Tage

Unternehmens-
führung

Regionale Wert- schöpfung & Kreislaufwirtschaft

Integriertes Compliancemanagement

Strukturiertes Notfall- und Krisenmanagement

Alternative Substrate & Biodiversität

An unseren Standorten verbinden wir ökologische Verantwortung und wirtschaftliche Effizienz, indem wir den Einsatz
von Reststoffen wie Gülle und Landschaftspflegegras kontinuierlich erhöhen und den Einsatz alternativer Energiepflanzen fördern.

Biogas aus Reststoffen kann zur Reduktion fossiler Treibhausgasemissionen beitragen. Die energetische Nutzung hilft dabei, Emissionen zu vermeiden, die sonst bei der Lagerung oder Zersetzung organischer Materialien freigesetzt werden. Zudem sorgen vielfältige Energiepflanzen wie Durchwachsene Silphie, Wickroggen oder Topinambur für mehr Abwechslung auf den Feldern. Unter geeigneten Standort- und Bewirtschaftungsbedingungen fördern sie die Artenvielfalt, unterstützen gesunde Böden und bieten zahlreichen Insekten und Tieren wertvolle Lebensräume.

Nachhaltigkeit in der Praxis: Unsere Projekte

Erhalt des UNESCO- Biosphärenreservat Drömling

An unseren Anlagenstandorten nahe des 452 km² großen UNESCO-Biosphärenreservats Drömling nutzen wir Biomasse aus der Landschaftspflege energetisch. Die regelmäßige Mahd der Grünlandflächen ist ein wichtiger Bestandteil der Pflege dieser Kulturlandschaft und trägt dazu bei, wertvolle Offenlandlebensräume zu erhalten. Das dabei anfallende Landschaftspflegegras wird in unseren Anlagen verwertet und unterstützt so die nachhaltige Bewirtschaftung der Flächen.

Förderung der Biodiversität durch Topinamburanbau

Seit 2023 ergänzt Topinambur unser Portfolio alternativer Energiepflanzen. Auf unseren Anbauflächen in der Börde und der Oberlausitz fällt die mehrjährige Pflanze mit ihren leuchtend gelben Blüten ins Auge. Sie bietet Insekten eine Nahrungsquelle und liefert im Herbst sowohl über ihr Kraut als auch über ihre Knollen wertvolle Biomasse für die Energiegewinnung.

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Umweltentlastung durch effiziente Güllelogistik

Unsere Biogasanlage in Vettin (Brandenburg) verarbeitet jährlich rund 77.000 Kubikmeter Gülle, die direkt über eine unterirdische Pipeline vom 1,5 km entfernten Viehbetrieb in unsere Biogasanlage fließt. Das reduziert das Verkehrsaufkommen und entlastet die Straßen: Würde diese Menge per LKW transportiert, wären bei einem typischen Fassungsvermögen von rund 30 m³ je Gülleauflieger mehr als 2.500 Fahrten pro Jahr erforderlich.

Fragen und Antworten:
Nachhaltigkeit bei BALANCE

BALANCE berechnet die Zahl der rechnerisch versorgten Haushalte, indem die erzeugten und vermarkteten Strom- und Wärmemengen aus Biogas und Biomethan durch den durchschnittlichen Strom- bzw. Wärmeverbrauch eines deutschen Haushalts dividiert werden.

Ausführliche Erklärung

Für die Berechnung der von BALANCE vermarkteten Strom- und Wärmemengen wird vereinfachend angenommen, dass das eingespeiste Biomethan vollständig in das Gasnetz eingespeist und zur gekoppelten Strom- und Wärmeerzeugung in Blockheizkraftwerken (BHKW) des EEG-Marktes eingesetzt wird. Für die Umwandlung von Biomethan in Strom und Wärme werden Wirkungsgrade von jeweils 40 Prozent angesetzt (FNR, 2013). Zudem wird angenommen, dass der von BALANCE erzeugte Strom vollständig in das öffentliche Netz eingespeist und in Privathaushalten verbraucht wird. Die vermarktete Wärme wird ebenfalls vollständig als Raumwärme in Privathaushalten genutzt. 

Die so ermittelten Strom- und Wärmemengen werden anschließend durch den durchschnittlichen jährlichen Strom- bzw. Wärmeverbrauch eines deutschen Durchschnittshaushalts dividiert. Die Verbrauchswerte veröffentlicht das Statistische Bundesamt regelmäßig. 

Die Summe der Haushalte ergibt sich aus den versorgten Haushalten mit Strom und den versorgten Haushalten mit Wärme.

Beispielrechnung: 10.000 MWh Biomethan ergeben bei einem elektrischen Wirkungsgrad von 40 Prozent rund 4.000 MWh Strom und bei einem thermischen Wirkungsgrad von 40 Prozent rund 4.000 MWh Wärme. Das entspricht rechnerisch der Stromversorgung von etwa 1.180 Haushalten mit einem durchschnittlichen Stromverbrauch von 3.383 kWh (Destatis, 2021a). Bei der rechnerischen Wärmeversorgung ergeben sich bei einem durchschnittlichen Wärmeverbrauch je Haushalt von 12.216 kWh (Destatis, 2021b) etwa 320 Haushalte, zusammen also 1.500 Haushalte. 

Die Berechnung für die versorgten Haushalte mit erzeugtem Strom und vermarkteter Wärme ist analog zu dieser Berechnung.

Hinweis: Die angegebenen Werte sind rechnerische Vergleichswerte. Sie basieren auf standardisierten Annahmen sowie öffentlich verfügbaren Daten und dienen der anschaulichen Einordnung der von BALANCE bereitgestellten Energiemengen.

Quellen:

BALANCE berechnet die vermiedenen Treibhausgasemissionen, indem die erzeugten Strom-, Wärme- und Biomethanmengen mit den vom Umweltbundesamt veröffentlichten Nettovermeidungsfaktoren von Strom und Wärme aus Biogas bzw. Biomethan multipliziert werden. Das Ergebnis wird in Tonnen CO₂-Äquivalenten ausgewiesen.

Ausführliche Erklärung

Die Berechnung zeigt, welche Treibhausgasemissionen rechnerisch vermieden werden, wenn Energie aus Biogas oder Biomethan fossile Energieträger ersetzt. Dafür werden die von BALANCE erzeugten oder vermarkteten Energiemengen mit den jeweils gültigen Nettovermeidungsfaktoren für Strom und Wärme des Umweltbundesamtes (UBA, 2026) verrechnet. Diese Faktoren geben an, wie viele Treibhausgasemissionen gegenüber fossilen Alternativen eingespart werden.

Bei Biomethan wird zunächst die nutzbare Strom- oder Wärmemenge berechnet. Wir nehmen für die Rechnung an, dass das produzierte Biomethan vollständig in das Gasnetz eingespeist und zur gekoppelten Strom- und Wärmeerzeugung in Blockheizkraftwerken (BHKW) des EEG-Marktes eingesetzt wird. Die dabei anfallende Wärme wird vollständig genutzt. Für die Umwandlung von Biomethan in Strom und Wärme werden Wirkungsgrade von jeweils 40 Prozent angesetzt (FNR, 2013). Anschließend wird die erzeugte Energiemenge mit dem entsprechenden Nettovermeidungsfaktor multipliziert.

Beispielrechnung: 10.000 MWh Biomethan ergeben bei einem elektrischen Wirkungsgrad von 40 Prozent rund 4.000 MWh Strom und bei einem thermischen Wirkungsgrad von 40 Prozent rund 4.000 MWh Wärme. Bei einem Nettovermeidungsfaktor für Strom aus Biomethan von 554,66 Gramm CO₂-Äquivalenten pro kWh (UBA, 2026) werden rechnerisch 2.220 Tonnen CO₂-Äquivalente vermieden. Bei einem Nettovermeidungsfaktor für Wärme aus Biomethan von 144,88 Gramm CO₂-Äquivalenten pro kWh (UBA, 2026) entspricht dies rechnerisch rund 580 Tonnen vermiedenen CO₂-Äquivalenten. Zusammen ergibt das in etwa 2.800 Tonnen.

Die Berechnung für die vermiedenen CO₂-Äquivalente mit erzeugtem Strom und vermarkteter Wärme ist analog zu dieser Berechnung.

Hinweis: Die angegebenen Werte sind rechnerische Vergleichswerte. Sie basieren auf standardisierten Annahmen sowie öffentlich verfügbaren Daten des Umweltbundesamtes und dienen der transparenten Einordnung der Klimawirkung der von BALANCE bereitgestellten Energiemengen.

Quelle:

Nachhaltigkeitszertifikate bestätigen, dass Biomethan, Strom und Wärme aus Biomasse nach festgelegten gesetzlichen Nachhaltigkeitskriterien erzeugt wurden. Sie machen die Herkunft der eingesetzten Biomasse, die Treibhausgasbilanz und die Rückverfolgbarkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette nachvollziehbar.

 

BALANCE ist nach den anerkannten Zertifizierungssystemen SURE und REDcert zertifiziert. Beide Systeme basieren auf den Vorgaben der europäischen Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED II/RED III), Durchführungsverordnung Nachhaltigkeit IR 2022/996, BioKraft-NachV und BioSt-NachV und überprüfen die Einhaltung von Nachhaltigkeitsanforderungen entlang der gesamten Lieferkette.

 

REDcert wird bei BALANCE für kraftstofffähiges Biomethan eingesetzt. Das Zertifikat weist unter anderem nach, dass die verwendete Biomasse die gesetzlichen Nachhaltigkeitsanforderungen erfüllt, die Herkunft der Rohstoffe dokumentiert wird und die Treibhausgasemissionen entlang der Wertschöpfungskette erfasst werden.

 

SURE (Sustainable Resources Verification Scheme) gilt für die Erzeugung von Strom und Wärme aus Biomasse. Das Zertifikat bestätigt, dass die eingesetzten Rohstoffe nachhaltig erzeugt wurden, die gesetzlichen Anforderungen an die Nutzung von Biomasse für die Energieerzeugung eingehalten werden und die erforderlichen Treibhausgas-(THG-)Nachweise erbracht werden.

 

Beide Systeme verlangen eine lückenlose Dokumentation und Rückverfolgbarkeit. Dazu werden unter anderem Informationen zur Art der Biomasse, zum Herkunftsland und zur Treibhausgasbilanz erfasst und regelmäßig durch unabhängige Zertifizierungsstellen überprüft. BALANCE lässt diese Audits durch die Zertifizierungsstelle GUTcert durchführen.

 

Quellen:

Biomethan wird aus nachwachsenden Rohstoffen sowie organischen Rest- und Abfallstoffen hergestellt. Dadurch kann es fossiles Erdgas ersetzen und die Treibhausgasemissionen über den gesamten Lebenszyklus reduzieren.

 

Ausführliche Erklärung

Der wesentliche Unterschied liegt in der Herkunft und dem zeitlichen Kreislauf des Kohlenstoffs, der bei der Nutzung des jeweiligen Energieträgers als CO2 freigesetzt wird. Auch der Kohlenstoff im fossilen Erdgas stammt ursprünglich aus Biomasse, die der Atmosphäre vor Millionen Jahren CO2 entzogen hat. Das Problem entsteht dadurch, dass dieser über sehr lange Zeiträume aufgebaute Kohlenstoffspeicher heute innerhalb vergleichsweise kurzer Zeit erschlossen, gefördert und genutzt wird. Dadurch gelangt zusätzlicher Kohlenstoff in den aktuellen atmosphärischen Kohlenstoffkreislauf. Biomethan basiert hingegen auf Kohlenstoff, der erst vor relativ kurzer Zeit von Pflanzen aus der Atmosphäre aufgenommen wurde und sich daher in einem deutlich kurzfristigeren Kohlenstoffkreislauf bewegt.

Für die Klimawirkung ist jedoch die gesamte Wertschöpfungskette entscheidend. Deshalb werden auch Emissionen aus Anbau, Transport, Verarbeitung und Nutzung berücksichtigt. Die tatsächliche Treibhausgasminderung hängt unter anderem von den eingesetzten Rohstoffen und dem Herstellungsprozess ab.

 

Besonders hohe Treibhausgasminderungen können erzielt werden, wenn Rest- und Abfallstoffe wie Wirtschaftsdünger eingesetzt werden. Die Nachhaltigkeits- und Treibhausgaseigenschaften des Biomethans werden über anerkannte Zertifizierungssysteme wie REDcert und SURE dokumentiert und überprüft.

 

Hinweis: Die Klimawirkung von Biomethan hängt von der jeweiligen Herstellung und Nutzung ab. Aussagen zur Treibhausgasminderung sollten daher immer auf nachvollziehbaren Berechnungen und zertifizierten Nachweisen beruhen.

Die Klimawirkung von Biomethan aus Gülle wird über den gesamten Lebenszyklus berechnet. Dabei werden sowohl die Emissionen aus Produktion und Nutzung als auch Emissionen berücksichtigt, die durch die Verwendung von Gülle vermieden werden. Dadurch kann Biomethan aus Gülle besonders hohe Treibhausgasminderungen erzielen.

 

Ausführliche Erklärung

Ein besonderer Vorteil von Gülle ist, dass sie ohnehin anfällt – unabhängig davon, ob daraus Energie erzeugt Wird Gülle zunächst konventionell gelagert und auf dem Feld ausgebracht können die stark treibhauswirksamen Gase ungehindert in die Atmosphäre gelangen, insbesondere Methan. Methan wirkt wesentlich stärker auf das Klima als CO₂.

 

Wird die Gülle stattdessen in einer Biogasanlage genutzt, kann ein Teil dieser Emissionen vermieden werden. Die Treibhausgasbilanz wird nach den Vorgaben der europäischen Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED) berechnet. Dabei können bei der Nutzung von Wirtschaftsdüngern wie Gülle Emissionen berücksichtigt werden, die bei einer herkömmlichen Lagerung entstanden wären. Dadurch kann Biomethan aus Gülle besonders hohe Treibhausgasminderungen erreichen. In bestimmten Fällen können die angerechneten vermiedenen Emissionen sogar höher sein als die Emissionen aus Produktion und Nutzung. Die Bilanz wird dann rechnerisch negativ.

 

Hinweis: Die Berechnung erfolgt nach den Vorgaben der RED II/RED III und wird im Rahmen anerkannter Nachhaltigkeitssysteme wie SURE und REDcert dokumentiert und überprüft.

 

Rechtsgrundlage: Artikel 29 der Erneuerbare-Energien-Richtlinie (EU) 2018/2001 in der durch die Richtlinie (EU) 2023/2413 geänderten Fassung Richtlinie – EU – 2023/2413 – DE – EUR-Lex

Für die Biogas- und Biomethanproduktion werden unterschiedliche Einsatzstoffe verwendet. Diese stammen zum größten Teil aus der Region. Zum Einsatz kommen Energiepflanzen, darunter auch alternative Kulturen wie Wickroggen, Gras oder Durchwachsene Silphie, Wirtschaftsdünger wie Gülle und Mist sowie verschiedene organische Rest- und Abfallstoffe. Die Nachhaltigkeit der eingesetzten Biomasse wird über Zertifizierungssysteme SURE und REDcert (sie sind Teil der Audits) sowie über über Flächennachweise überprüft. Die Anforderungen orientieren sich an den Vorgaben der Erneuerbare-Energien-Richtlinie der EU (RED II/RED III) sowie deren nationaler Umsetzung.

Im ersten Schritt berechnet BALANCE die vermiedenen Treibhausgasemissionen, indem die erzeugten Strom-, Wärme- und Biomethanmengen mit den vom Umweltbundesamt veröffentlichten Nettovermeidungsfaktoren von Strom und Wärme aus Biogas bzw. Biomethan multipliziert werden. Das Ergebnis wird in Tonnen CO₂-Äquivalenten ausgewiesen. Im zweiten Schritt wird mithilfe des CO₂-Rechners des Umweltbundesamtes ermittelt, wie viele Tonnen CO₂-Äquivalente durch eine Flugreise von Leipzig nach Mallorca (eine Person, Economy Class) verursacht werden.
 

Anschließend werden die von BALANCE rechnerisch vermiedenen Treibhausgasemissionen durch die Emissionen dieser Flugreise dividiert. Das Ergebnis zeigt, wie viele entsprechende Flugreisen durch die vermiedenen Emissionen rechnerisch gegenübergestellt werden können.

 

Hinweis: Die Berechnung dient ausschließlich der Veranschaulichung. Die rechnerisch vermiedenen Treibhausgasemissionen werden dabei einer typischen Flugreise gegenübergestellt. Es handelt sich nicht um die tatsächliche Kompensation einzelner Flugreisen.

 

Quelle:

Biogenes CO₂ stammt aus Biomasse, zum Beispiel aus Pflanzen, organischen Reststoffen oder Wirtschaftsdüngern. Fossiles CO₂ entsteht dagegen bei der Nutzung von Kohle, Erdöl oder Erdgas. Der wesentliche Unterschied liegt damit nicht im CO₂-Molekül selbst, sondern in der Herkunft und dem Alter des enthaltenen Kohlenstoffs.

Ausführliche Erklärung

Pflanzen nehmen während ihres Wachstums CO₂ aus der Atmosphäre auf und speichern den darin enthaltenen Kohlenstoff in ihrer Biomasse. Wird diese Biomasse biologisch abgebaut oder energetisch genutzt, kann der Kohlenstoff wieder als CO₂ freigesetzt werden. Dieses CO₂ wird als biogen bezeichnet, weil es Teil eines vergleichsweise kurzfristigen biologischen Kohlenstoffkreislaufs ist.

 

Fossiles CO₂ entsteht hingegen, wenn Kohlenstoff freigesetzt wird, der über sehr lange Zeiträume in Kohle, Erdöl oder Erdgas gebunden war. Durch die Nutzung fossiler Energieträger wird dieser Kohlenstoff zusätzlich vergleichsweise schnell in die Atmosphäre eingebracht.

 

Biogenes CO₂ ist jedoch nicht automatisch klimaneutral. Für die tatsächliche Klimawirkung müssen auch die Treibhausgasemissionen berücksichtigt werden, die beispielsweise beim Anbau oder bei der Bereitstellung der Rohstoffe, beim Transport, bei der Verarbeitung sowie bei der Nutzung entstehen. Entscheidend sind deshalb die konkrete Herkunft der Biomasse, die Herstellungsbedingungen und die gesamte Wertschöpfungskette.

Seite „Über Uns“:

Indem es fossile Energieträger ersetzt, vermied Biogas im Jahr 2025 rund 22 Mio t. CO2 (AGEEStat 2026) und sichert so eine klimaschonende Energieversorgung.

Quelle: