Die Vermeidung zusätzlicher Kohlendioxid-Emissionen durch Substitution fossiler Energieträger ist der wesentlichste positive Umweltaspekt der Biogastechnik. Energie aus Biogas ist weitgehend CO2-neutral, da das bei dessen Verbrennung freigesetzte CO2 vorher der Atmosphäre durch Biomassewachstum entzogen wurde.
Die Energieerzeugung aus Biomasse und die weitere Aufbereitung zu Bio-Erdgas leisten somit einen wichtigen Beitrag zur Schonung von Ressourcen und zum Klimaschutz. Die unerschöpfliche Verfügbarkeit macht Biogas zu einem nachhaltigen Energielieferanten der Zukunft.
Kein Nährstoffverlust: Biogasanlagen nutzen ausschließlich die in den Pflanzen enthaltene Energie. Einen signifikanten Nährstoffverlust gibt es nicht, die Gärreste enthalten nahezu dieselbe Menge Nährstoffe, wie die zuvor bereitgestellten Substrate.
Geschlossener Nährstoffkreislauf: Werden Gärreste auf die Felder ausgebracht, auf denen zuvor die Energiepflanzen angebaut wurden, bildet sich ein weitgehend geschlossener Nährstoffkreislauf. Bei sachgemäßer Bewirtschaftung kommt es somit zu keiner Beeinträchtigung der Bodenfruchtbarkeit.
Verringerte Geruchsemissionen: Wird Gülle in Biogasanlagen vergoren, treten bei der Ausbringung der Gärreste als Wirtschaftsdünger – im Gegensatz zum Verrieseln unvergorener Gülle – kaum Geruchsemissionen auf. Eine positive Wahrnehmung der Landwirtschaft ist ein wesentlicher Nebeneffekt der Biogasnutzung. Sie wirkt sich signifikant auf die gesamte Umweltleistung von Agrarbetrieben aus.
Bessere Pflanzenverfügbarkeit: Die in Gärresten aus Biogasanlagen enthaltenen Nährstoffe können von Pflanzen leichter und schneller aufgenommen werden. Insbesondere enthaltene Stickstoffverbindungen können nach deren Ausbringung durch die Pflanzenwurzeln effizienter verarbeitet werden. Dadurch verringert sich die Gefahr der Nitratauswaschung.
Verringerte Methan- und Lachgas-Emissionen: Werden nicht vergorene Rohgülle oder Festmist als Wirtschaftsdünger auf Felder ausgebracht, können beträchtliche Methan- und Lachgasemissionen die unmittelbare Folge sein. Methan (CH4) ist etwa 20-mal, Lachgas (N2O) sogar 300-mal klimawirksamer als Kohlendioxid. Gärreste aus Biogasanlagen enthalten bei sachgemäßer Ausbringung ein bedeutend geringeres Potenzial an noch emittierbarem Methan- und Lachgas. Insbesondere die energetische Nutzung tierischer Exkremente trägt somit erheblich zum Klimaschutz bei.
Hygienewirkung: Tierische Exkremente, aber auch Energie- und Futterpflanzen, können pathogene Keime (Viren, Bakterien, Pilze) enthalten. Durch Fermentation in Biogasanlagen kann eine Reihe dieser im Substrat enthaltenen Keime abgetötet bzw. neutralisiert und aus den Nahrungs- und Nährstoffkreisläufen entfernt werden.