Biogasanlagen dienen der Erzeugung, Lagerung und Verwertung von Biogas. Die beim Abbauprozess freigesetzte Energie wird in einem methanhaltigen Biogasgemisch gebunden und gespeichert. In Anlagen mit Direktverstromung erfolgt die Stromproduktion in einem Blockheizkraftwerk (BHKW).
In einer Aufbereitungsanlage wird das gewonnene Biogas über verschiedene Prozessschritte im Wesentlichen von Kohlendioxid, Wasser und Schwefelwasserstoff befreit und somit weiter veredelt. Durch Aufbereitung des Roh-Biogases auf Erdgasqualität werden die Voraussetzungen zur Einspeisung in bestehende Gasnetze geschaffen.
Die Ausspeisung des regenerativen Energieträgers Bio-Erdgas erfolgt an Orten mit Möglichkeit zur effizienten Verstromung bei gleichzeitig dauerhafter Abwärmenutzung. Bio-Erdgas kann ebenso als Treibstoff in Kraftfahrzeugmotoren, zu Heizzwecken oder in Brennstoffzellen eingesetzt werden.
Mit der Gasnetzzugangsverordnung (GasNZV) der Bundesregierung vom April 2008 wurden verlässliche Rahmenbedingungen geschaffen, um veredeltes Bio-Erdgas ins Erdgasnetz einzuspeisen. Es kann damit umweltschonend transportiert, gespeichert und unabhängig vom Herstellungsort überall verwendet werden.